Die Kunst

Die Künstlerin Nezilla initiierte das Projekt Kunst gegen Missbrauch Ende 2022, um ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen zu setzen. Im Mittelpunkt steht eine interaktive Kunstinstallation, die durch gesammelte Schnuller stetig wächst und die Verletzlichkeit von Kindern und Jugendlichen sichtbar macht – ein eindringlicher Appell, sie zu schützen.

Möchtest du Teil der Installation werden? Dann sende uns Schnuller per Post zu oder bringe sie direkt mit zur Ausstellung.

Ergänzt wird das Projekt durch eine begleitende Fotoserie von Felicitas Yang und Armando Milano, die Orte dokumentiert, die mit diesem Verbrechen in Verbindung stehen – und gleichzeitig die transformierende Kraft der Kunst sichtbar macht.

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung ein Werk von Julius Wolf. Er trägt zu „Kunst gegen Missbrauch“ die Sicht und das Erleben eines Betroffenen bei.

 

Nezilla

Nezilla ist eine deutsch-italienische Künstlerin. Ihre Kunst macht Missstände sichtbar, die in der öffentlichen Diskussion häufig ignoriert werden. Ihre Intervention KUNST GEGEN MISSBRAUCH ist allen Betroffenen sexueller Gewalt gewidmet.

Ihre Skulptur PAPERBOMB erlangte durch die Installation an historischen Orten wie dem Hartmannswillerkopf und Tulle internationale Beachtung.

Als Symbol für Frieden und Versöhnung wurde eine Miniaturversion der Skulptur im Jahr 2024 als offizielles deutsch-französisches Staatsgeschenk von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron überreicht. Nezilla hat einen Lehrauftrag an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.

Felicitas & Armando

Felicitas Yang und Armando Milano widmen sich gemeinsam den Details und kreieren beeindruckende Bildsequenzen. Felicitas Yang, die an der New York Film Academy Regie studierte, hat sich seit 2020 in Paris auf analoge Landschafts- und Straßenfotografie spezialisiert.

Ihr Fotopartner, Armando Milano, ist Kameramann und Fotograf. Er studierte Filmmaking und lebt ebenfalls in Paris. Die Fotografien von Felicitas Yang und Armando Milano fangen die Atmosphäre der stillen Räume ein – ganz ohne abgebildete Personen.

Die Aufnahmen konzentrieren sich auf die Orte und lassen ihre Geschichte durch Licht, Komposition und Details sprechen. So entsteht eine eindringliche visuelle Sprache, die Raum für eigene Gedanken und Emotionen lässt.

Julius Wolf

Julius Wolf ist Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit, Künstler, Sozialarbeiter und Fachberater bei sexualisierter Gewalt in Kindheit Jugend in der Fachberatungsstelle faX in Kassel sowie Referent. Er trägt zu der Ausstellung „Kunst gegen Missbrauch“ die Sicht und das Erleben eines Betroffenen bei.

Durch die doppelte Expertise von Fachperson und reflektierter Betroffenheit bringt Julius Wolf ein hohes Maß an Reflektion und tiefen Einblicken in das Themenfeld und die menschlichen Dynamiken mit, die sich in seinen Bildern und Texten wiederfinden. Im beruflichen Alltag berät Julius Wolf erwachsene Betroffene sowie Fachpersonen und Angehörige. Große Teile seiner Arbeit nimmt die Weiterbildung von Fachkräften ein. Seine künstlerischen Bilder sowie persönliche Texte fließen in diese Arbeit mit ein.

Das Bild in der Ausstellung mit dem Titel „Ein langer Weg“ ist eine Komposition aus vielfältigen Elementen vergangener Bilder. Ein langer Weg von der erlebten sexualisierten Gewalt hin zum er-wachsenen Menschen mit einer Betroffenheit.

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